Auch wenn gerade noch nicht das richtige Wetter herrscht um die Natur zu genießen, so kann man durchaus jetzt schon mit der Gartenplanung starten um auf den Sommer vorbereitet zu sein. Heute möchte ich besonders auf den Sichtschutz eingehen und euch erklären, wie ihr den für euch Perfekten findet. Sichtschutz hat zum einen die Funktion, die Privatsphäre zu wahren. Zum anderen sind Hecke, Mauer und Zaun vergleichbar mit dem richtigen Rahmen für ein Gemälde. Oftmals kann das Bild erst durch den Rahmen seine volle Wirkung auf den Betrachter entfalten. So ist es auch beim Hausbau und Garten. Der perfekte Sichtschutz bietet nicht nur Privatsphäre, er setzt das Haus ideal in Szene. Dabei hat man eine breite Auswahl an Möglichkeiten zur Verfügung. Grundlegend unterscheidet man sogenannte tote Einfriedungen wie Mauern und Zäune von grünen oder lebendigen Hecken. Zu den toten Einfriedungen gehört im Grunde alles, was nicht wächst und grüne Hecken müssen nicht immer grün sein. Sie können rot, gelb, bläulich oder im Winter sogar blattlos sein.

Wenn man auf der Suche nach Inspiration durch ein Neubaugebiet schlendert, wird man gerade jetzt zur kalten Jahreszeit feststellen, dass viele Bauherren immergrüne Pflanzen bevorzugen. Wie der Name schon sagt, sind immergrüne Pflanzen im Winter grün und bieten somit das ganze Jahr über Sichtschutz. Da allerdings nur wenige heimische Pflanzen immergrün sind, ist die Auswahl beschränkt. Thujen und Kirschlorbeer sind dabei die Favoriten in vielen Gärten, auch wenn diese weder heimisch noch besonders ökologisch wertvoll sind.

Aber wie sieht denn ein perfekter Sichtschutz nun aus? Ganz einfach: Soll er möglichst blickdicht oder das ganze Jahr über grün, besonders schlank oder ökologisch wertvoll, möglichst pflegeleicht oder robust, zudem kostengünstig und langlebig sein. In der Realität ist es aber so: Wächst eine Hecke schnell, ist sie schnell blickdicht, muss aber oft beschnitten werden. Ist ein Zaun möglichst günstig, ist er vielleicht nicht besonders ästhetisch oder ökologisch sinnvoll. Ich werde erklären, worauf ihr beim Sichtschutz achten solltet, was euch zur Verfügung steht und viele Anregungen geben, damit ihr für euch den perfekten Sichtschutz findet.

Einfriedungen

Ein Sichtschutz mit toter Einfriedung kann mit Abstand die blickdichteste Möglichkeit bieten, die einem zur Verfügung steht. Hier bleiben nicht nur die neugierigen Blicke draußen, sondern auch jegliche Tiere. Wenn man das komplette Grundstück einzäunt, haben auch Ball und Kind keine Möglichkeit mehr auf die Straße zu rollen. 🙂 Bei festen Mauern und Zäunen gilt es auf die Vorgaben der Gemeinde zu achten. Die maximale Höhe und der Abstand zu öffentlichen Verkehrsflächen können fest vorgeschrieben sein. Auch das örtliche, verpflichtende Nachbarschaftsrecht sollte man im Blick behalten. Bei uns in Baden-Württemberg darf die Mauer zum Nachbarn beispielsweise nur maximal 1,5m hoch werden. Allerdings waren die Vorgaben unserer Gemeinde im Bebauungsplan ohnehin schon so streng, dass uns das nicht mehr schockieren konnte.

Ist das Grundstück etwas steiler, kann man mit Stützmauern – welche aufgeschüttete Erde abstützen – für mehr ebene Fläche sorgen. Stützmauern zählen trotz ihrer wichtigen Funktion zu toten Einfriedungen, so gilt es auch hier auf die Vorgaben zu achten. Grundsätzlich gilt dabei immer: Derjenige (Nachbar), der Erde abträgt, hat dafür zu sorgen, dass der Hang bei Witterung nicht abrutschen kann. Dieser hat entsprechend auch die Kosten zu tragen. Verändern beide Nachbarn an der Grenze die Höhe, lohnt es sich gemeinsam an die Planung zu gehen, da man mit einer gemeinsamen Mauer nicht nur Kosten sparen, sondern auch Platz auf beiden Seiten gewinnen kann.

Zäune und Mauern sind im Vergleich zu Hecken sehr schlank. Bei kleineren Gärten ein wichtiger Vorteil, da man mehr Fläche für Rasen und Beete hat. Mauern sind außerdem besonders pflegeleicht und langlebig. Allerdings auch relativ teuer, da sie oftmals ein Fundament brauchen, bei entsprechender Höhe statische Absicherung oder einfach wegen des Gewichts nur vom Profi mit schweren Maschinen zu verbauen sind. Sie können außerdem etwas kahl und starr oder einengend im Kontrast zum grünen Rasen wirken. Dagegen können Kletterpflanzen aber gute Abhilfe schaffen. Blickdichte Zäune gibt es beispielsweise aus Holz oder WPC, einen Kunststoff-Holz-Verbundmaterial. Holz muss gepflegt werden und vergraut mit der Zeit. WPC bleibt lange so wie am Anfang, hat allerdings nur mehr oder weniger die Struktur von Holz. Besonders naturnahe Gärtner werden schnell merken, dass es eben nur ein Kompromiss ist. Und leider bieten tote Einfriedungen auch nur in seltenen Fällen Lebensraum oder Nahrung für die Tierwelt. Ausnahmen davon sind die Trockenmauer aus Natursteinen mit Ritzen, in welchen sich zumindest Insekten einnisten können. Sowie berankte Zäune mit Kletterpflanzen. Doch auch hier bietet nicht jede Pflanze gleichermaßen Nahrung oder Nistplatz für die Tierwelt.

Manchmal ist eine Einfriedung unumgänglich. Als wir eines Abends auf der Baustelle gemerkt haben, dass parkende Fahrzeuge uns bei Dunkelheit direkt ins Wohnzimmer leuchten werden, war uns sofort klar, dass wir zumindest in diesem Abschnitt um einen blickdichten Zaun nicht herumkommen werden. Die Wahl fiel relativ schnell auf einen Holzzaun mit Stecksystem, welcher mit Stauden begrünt werden wird. In anderen Abschnitten möchten wir eine Mischhecke anlegen um für einen ökologischen Ausgleich zu sorgen. Außerdem kann ich vom Grün der Planzen eigentlich nicht genug bekommen. Aber bevor ich zur Hecke komme, eine kleine Zusammenfassung der möglichen Einfriedungen:

Natursteine
Die aufgestapelten Natursteine liegen lose auf einander. Damit sie einen festen Halt haben, werden die Reihen immer weiter nach innen versetzt. In der Regel werden Natursteine als Stützmauer genutzt. Zwischen den Steinen können sich Tiere und Pflanzen einnisten.
Gabionen
Solche Gabionen wurden in den letzten Jahren bei Gärtnern immer beliebter. Sie sind robust und pflegeleicht. Doch leider auch nutzlos für die Tierwelt und mit dem voranschreitenden Verbot von Steingärten bald nicht mehr zulässig.
Trockensteinmauer
Ähnlich wie bei der Natursteinmauer mit großen Steinen werden hier kleinere Steine lose aufeinander gestapelt. Zwischen den Steinen können Pflanzen wachsen und lockern das Gesamtbild optisch auf. Trockensteinmauern sind mit ihren Ritzen eine gute Behausung für Insekten.
Buchenhecke mit Dekorelementen aus Schiefer
Diese Buchenhecke ist zwar nicht wintergrün, aber ihre Blätter fallen erst im Frühjahr ab, wenn neue Blätter nachwachsen. Dadurch ist auch im Winter ein Sichtschutz möglich. Zur Auflockerungen wurden Platten aus Schiefer senkrecht aufgestellt und anschließend mit Stauden (rot) und Kriechwacholder (blaugrün) bepflanzt.
Holzzaun
Dieser Zaun bietet Sichtschutz auf kleinstem Raum. Die einzelnen Zaunelemente werden in regelmäßigen Abständen zwischen Pfosten angebracht, welche fest in den Untergrund eingebaut werden. Bei Naturholz ist schon nach wenigen Jahren damit zu rechnen, dass es vergraut. Abhilfe kann eine farbige Lasur schaffen.
Gabionen gefüllt mit Kalkstein am WPC Zaun
Neben mit Kalkstein gefüllten Gabionen wurden Zaunelemente aus WPC eingefügt. Oberhalb vom Sichtschutz wurde Beleuchtung integriert. Diese Art von Zaun bieten den maximalen Sichtschutz.
Thujahecke auf verputzer Mauer
Um das Gelände dieses Gartens zu ebnen, wurde zunächst eine verputzte Stützmauer aufgebaut. Solch eine Mauer kann man beispielsweise aus Schalungssteinen setzen. Anschließend wurden Thujen gepflanzt, welche in regelmäßigen Abständen mit einem Schnitt schlank gehalten werden.
Kirschlorbeerhecke auf Steinmauer
Ähnlich wie im vorherigen Bild wurde hier das Gelände mit einer Mauer erhöht. Allerdings hat die Mauer hier über die gesamte Länge die gleiche Höhe. Oberhalb der Mauer wurde eine Hecke mit rundblättrigem Kirschlorbeer gepflanzt.
Mischhecke auf L-Steinmauer
L-Steine oder Winkelsteine haben die Form des Buchstabens L und stützen die Erde ab. Es wurde eine grüne Mischhecke mit folgenden Pflanzen angelegt: Ilex, Eibe, Liguster und Thuja.
Gabionen gefüllt mit Holz
Hier wurden die Käfige nicht mit Steinen, sondern mit Holz gefüllt. Eine dekorative und ökologische Variante, da sich in den Zwischenräumen Kleinstlebewesen ansiedeln können. Das bedeutet aber auch, dass das Holz irgendwann verrotten wird und ersetzt werden muss. Neben dem Käfig wurde die immergrüne Glanzmispel gepflanzt.
Trockensteinmauer mit Mischhecke
Hier wurde die Natursteinmauer zunächst dazu genutzt das Gelände im Garten in zwei jeweils etwa ein Meter hohen Ebenen anzuheben und den Hang zu ebnen. Zwischen den beiden Stufen wurden (von vorne nach hinten) Eibe, Blühstrauch, Kirschlorbeer und Thuja eingepflanzt. Zwischen den großen Steinen wachsen Steinpflanzen und Moos.

Heckenpflanzen

Eine Hecke als Sichtschutz anzulegen kann im Vergleich zur massiven Mauer deutlich leichter und schneller von statten gehen. Pflanze besorgen, Loch ausgraben, zugraben und beim Wachsen zusehen. Es ist eigentlich nicht mehr. Doch auch bei einer Hecke gibt es ein Paar Punkte, die beachtet werden sollten. Wieviel Platz hat man und wie breit kann jeder einzelne Strauch werden, wie groß wird die Hecke und wie schnell wächst sie eigentlich und wann ist sie blickdicht? Es gibt eine fast unendliche Auswahl an geeigneten Pflanzen, welche sich in den Punkten Blättfärbung, Winterhärte und ökologischer Nutzen unterscheiden. Auch der Standort, also die Bodenbeschaffung und Sonneneinstrahlung sollten nicht vergessen werden. Als Faustformel gilt, je exotischer eine Pflanze, desto anspruchsvoller ist sie.

Wer sich für eine schnellwachsende, homogene Hecke entscheidet, hat unter Umständen mehr Arbeit mit dem Schnitt, als bei der Wahl einer Mischhecke mit verschiedenen Pflanzen. Der allseits beliebte Kirschlorbeer sollte zwei Mal im Jahr beschnitten werden, da er durch den schnellen Wuchs nicht nur schnell blickdicht wird, sondern auch schnell wuchern kann. Die Konifere Thuja, auch Lebensbaum genannt, sollte ebenfalls nicht zu lange vernachlässigt werden, da die Pflanzen sonst im Inneren verholzen und kahl werden. Ein radikaler Rückschnitt bringt dann das kahle Innere der Pflanze hervor und die Pflanze grünt leider nicht mehr nach wodurch der Blickschutz verloren geht. Das Schnittgut sollte bei immergrünen Pflanzen idealerweise nicht im eigenen Garten kompostiert werden, da es nur sehr langsam verrottet. Bringt man es zum Häckselhof, bedeutet das mehr Arbeit im Vergleich zu laubabwerfenden Pflanzen.

Eine wilde Mischhecke hingegen kann 2-3 Jahre wachsen, bevor man sie wieder verjüngt. Voraussetzung ist, dass man ihr genügend Raum zum Wachsen lassen kann. Durch die breite Auswahl an Pflanzen tut man auch der Tierwelt was Gutes. Insekten erfreuen sich an Blüten, Vögel und kleine Säugetiere an Beeren und Früchten. Außerdem kann man das Laub im Herbst einfach liegen und verrotten lassen, was den Pflanzen sogar zugute kommt, da hierdurch nährstoffreicher Humus entsteht. Somit hat sich die Düngung der Pflanzen ebenfalls erübrigt. 😉 Zu guter Letzt ist noch erwähnenswert, dass Mischhecken einen niedrigeren Bedarf an künstlicher Bewässerung haben und ein angenehmeres Klima im Garten schaffen, da sie sich gegenseitig beschatten. Wie wäre es also mit einer Mischung aus immergrünen Koniferen, rotblättrigen Sträuchern, blühenden Schönheiten und früchtetragenden Nistpflanzen? Hier kommt jedes Lebewesen in den Genuss des Gartens. Wer außerdem bei der Planung darauf achtet, wann die Sträucher jeweils blühen, kann sich das ganze Jahr über an Blüten erfreuen. Der Winterschneeball blüht beispielsweise tatsächlich von November bis März und wird dann von der Kornelkirsche abgelöst. Gefolgt von Kreuzdorn im Mai, Liguster im Juli, der Purpurbeere im August und dem Fingerstrauch im Oktober. Wer sich für eine Mischhecke entscheiden, kann darüber nachdenken, ob er heimische Pflanzen verwendet. Denn unsere Tierwelt ist auf die heimischen Pflanzen gut angepasst und kann mit schönen Exoten manchmal kaum etwas anfangen. Die frühblühende exotische Forsynthie kann wunderbar durch die heimische Kornelkirsche ersetzt werden und prall gefüllte Edelrosen durch duftende Hunds- oder Essigrosen, welche nicht nur Nektar für Bienen, sondern auch Hagebutten für die Vögel bieten.

An dieser Stelle möchte ich noch die Böschung erwähnen, die bei Höhenunterschieden angelegt wird. Der Steigungswinkel sollte hier nicht mehr als 45 Grad betragen. Das bedeutet, dass für zwei Meter Höhenunterschied die Böschung mindestens zwei Meter Tiefe betragen sollte. Je kleiner der Steigungswinkel, desto stabiler ist die Böschung. Damit die Erde an Ort und Stelle bleibt, befestigt man diese mit Pflanzen wie Bodendeckern, die flach über den Boden wachsen, oder Sträuchern. Die Wurzeln der Pflanzen wirken wie ein Netz und haben eine festigende Wirkung.

Wer weder auf einen absoluten Blickschutz noch auf grüne Pflanzen im Garten verzichten möchte, kann beide ganz einfach kombinieren. Ein Zaun kann mit Kletterpflanzen oder hochwachsenden Stauden begrünt werden. Auch hier lohnt es sich einen Gedanken an die Tierwelt zu investieren. Mit sogenannten Bienenweiden lockt man viele Bestäuber in den Garten und sorgt damit nicht nur für mehr Leben im Garten, sondern auch für eine reichere Ernte dank der fleißigen Helfer. Wunderbare Anleitungen und ausführliche Pflanzenlisten stellt NABU auf folgenden Seiten kostenlos zur Verfügung:

Spitzblättriger Kirschlorbeer
Bei schnellwachsenden Kirschlorbeer ist darauf zu achten, welche Sorte man auswählt. Die lateinische Bezeichnung ist ausschlaggebend für die Höhe und Breite der Pflanze. Die neue Sorte Genolia ist dabei besonders schlank. Bei drei Meter maximaler Höhe wird die Pflanze nicht mal ein Meter breit. Grundsätzlich ist bei Kirschlorbeer Vorsicht geboten, weil die schwarzen Kirschen für Menschen und Tiere giftig sind.
Thuja, der Lebensbaum
Thuja wird auch Lebensbaum genannt und zählt zu den Koniferen. Da sie bis zu 6 Meter hoch werden kann, muss unter Umständen ein Abstand von einem Meter zur öffentlichen Fläche eingehalten werden. Leider ist diese Hecke durch den dichten Wuchs unnütz für die Vögel. Sie können die Hecke nicht anfliegen. Trotz des schönen Namens ist der Lebensbaum giftig für Menschen.
Eibe in Form
Eine besonders schlanke grüne Hecke kann man mit Eibe anlegen. Da diese Pflanze langsam wächst, ist sie auch etwas für gemütliche Gärtner. Mit der Zeit entwickelt sie dekorative rote Früchte, an welcher sich einige Vögel erfreuen. Allerdings sind alle anderen Pflanzenteile, einschließlich der Samen, giftig!
Vernachlässigte Thuja
Ein weniger schöner Anblick einer Thujahecke, da sie zu lange vernachlässigt wurde und im Inneren kahl geworden ist. Ein radikaler Rückschnitt entblößte nun das Innere. So steht sie nun in unsere Nachbarschaft sein einigen Jahren und wird nicht mehr grün.
Alte Tannenbäume
Auch diese Tannen haben ausgedient. Als ihr Umfang nicht mehr tragbar war, wurden sie im unteren Bereich beschnitten. Der Sichtschutz ist damit verloren gegangen. Diese Bäume führen vor Augen, dass man sich auch stets überlegen sollte, wie der Garten in 20 oder 30 Jahren aussehen könnte.
Blickfänger Feuerdorn
Diese Hecke macht ihrem Namen alle Ehre und zieht definitiv alle Blicke auf sich. Der Feuerdorn wächst nicht besonders schnell und auch nicht besonders hoch. Die Beeren des Feuerdorns glühen aber auch im Winter munter trotz Wind und Wetter weiter und sorgen einfach für gute Laune bei ihrem Anblick.
Straffe Mischhecke
Hier wurden für die Mischhecke immergrüne Pflanzen verwendet: Eibe, Liguster, Mahonie und kletternde wilde Brombeere. Sowohl der Liguster wie auch die Brombeere sind mit ihren Beeren ökologisch wertvoll. Wer in kälteren Regionen lebt, kann sich für Liguster Atrovirens anstatt dem gemeinen Liguster entscheiden, da dieser kältere Temperaturen verträgt und damit auch bei eisigen Temperaturen grüner bleibt.
Buchenhecke
Diese Hecke ist vielerlei Art besonders. Sie ist nicht giftig, was bei Haushalten mit Kindern wichtig ist. Sie ist nicht immergrün, aber dennoch im Winter nicht blattlos, weil ihre Blätter erst im Frühjahr abfallen, wenn die neuen Blätter schon nachwachsen. Die trockenen Blätter verrotten schnell und düngen damit den Untergrund. Es gibt sie in hellem Grün oder glühendem Rot. Sie lässt sich gut schneiden und formen, weil sie nicht verkahlt. Gut, dafür ist sie nicht 100 Prozent blickdicht im Winter.
Mischhecke mit Efeu
In dieser alten Mischhecke hat sich der Efeu ausgebreitet. Er fühlt sich auch im Schatten wohl und klettert auf den kahlen Sträuchern hoch und bietet auch im Winter Sichtschutz. Efeu ist für Bienen besonders wertvoll, weil er noch tief in den Herbst hinein blüht und Nahrung bietet, wenn andere Pflanzen nicht mehr blühen. Allerdings sind die Beeren der Pflanze, die sich aber nur auf alten Pflanzen entwickeln, sehr giftig und können sogar tödlich sein. Diese also besser vorsorglich entfernen.
Wilde Mischhecke
Diese verwilderte Mischhecke hat alles: Birke, Kornelkirsche, Schlehe, Weißdorn, Flieder, Wacholder, Felsenbirne, Purpurbeere, Heckenkirsche... In diesem Garten wird es nie langweilig, denn es ist ein Paradis für Vögel, Insekten und kleine Säugetiere. Laub darf einfach liegen bleiben und alle 3-5 Jahre werden die Sträucher verjüngt. Weniger Arbeit kann man sich mit einem Sichtschutz eigentlich nicht machen. Man muss lediglich etwa 4 Meter Breite vom Garten opfern.

Zusammenfassung

Mit einer Einfriedung in Form von Mauer oder Zaun hat man die blickdichteste Variante ausgesucht. Man hat weniger Arbeit während des Jahres und es ist ein Sichtschutz auf geringstem Raum möglich. Allerdings kann die Installation unter Umständen besonders bei Hanglagen nur vom Fachmann möglich sein, wenn ein Fundament errichtet werden muss oder das Material zu schwer für händische Arbeit ist. Damit können die Kosten in die Höhe steigen. Außerdem ist es wichtig auf gesetzliche Vorgaben zu achten.
Bei einer lebenden Hecke muss zunächst der Platzbedarf ermittelt werden. Aus Liebe zur Natur ist auf ökologisch wertvolle (heimische) Pflanzen zu achten, die in der Regel aber nicht besonders anspruchsvoll sind. Der Sichtschutz kann im Winter schwächer sein, da die meisten Laubpflanzen ihre Blätter abwerfen. Bei schnellwachsenden Pflanzen ist ein regelmäßiger Schnitt notwendig. Während langen Hitzeperioden im Sommer oder bei trockenen Wintern kann manuelle Bewässerung notwendig sein.